Henning Mankell: Mord im Herbst

Auf gar keinen Fall lange Sätze machen! Subjekt, Prädikat, Objekt und dann Punkt! Den Leser auf keinen Fall vor die Herausforderung eines etwas längeren Satzes stellen. Das scheint das kompositorische Prinzip Mankells zu sein. Vor vielen Jahren habe ich die Wallander-Krimis verschlungen, die Schlichtheit der Sprache ist mir damals nicht aufgefallen. Dafür nun um so mehr. So sehr sogar, dass es mich beim Lesen gestört hat. Ich finde es angenehmer, wenn mir ein Autor zutraut, auch einem Satz mit mehr als zwölf Worten noch folgen zu können. Warum das Buch ‚Mord im Herbst‘ heißt, ist auch nicht ganz klar, denn der Mord, um den es geht, wurde im Dezember begangen, was ein Wintermonat ist. Die Aufklärung des Mordes findet im Herbst statt, aber das wäre dann ein anderer Titel. Alles in Allem: Nicht der erhoffte Thrill.

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