Lufthansa und Öffentlicher Dienst – Krisen verstärkende Lohnpolitik in staatlicher Regie

Die krisengeschüttelte Lufthansa hat sich mit Verdi geeinigt. Die Beschäftigten verzichten auf Lohnerhöhungen, Weihnachtsgeld und Zulagen, erhalten dafür aber eine Beschäftigungsgarantie. Der Abschluss ist aus gesamtwirtschaftlicher Sicht eine Katastrophe.

Die Vereinbarung, auf die sich die Gewerkschaft Verdi mit der Lufthansa geeinigt hat, ist ein schwerer Schlag für die 35.000 am Boden Beschäftigten beim großen deutschen Luftfahrtkonzern: Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld, Verzicht auf Lohnerhöhungen bis Ende 2021, Verzicht auf Zuschläge. Im Gegenzug sagt der Konzern immerhin zu, auf Kündigungen zu verzichten. Gleichzeitig sollen Programme aufgelegt werden, die einen ….

weiterlesen auf RT Deutsch

Trump, Biden und die Kontinuität der US-Politik

Auch wenn das offizielle Ergebnis noch gar nicht feststeht, gratuliert die deutsche Politik Joe Biden zum Sieg. Das ist doppelt voreilig, denn Joe Biden steht nicht für den Wandel, den sich Deutschland von seinem Einzug ins Weiße Haus erhofft.

Für deutsche Politiker ist der Sieg Joe Bidens bei der US-Präsidentschaftswahl offenkundig eine Erlösung. Auch der deutsche Mainstream, der in seiner Berichterstattung zur Wahl wie die deutsche Filiale der Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei wirkte, tarnt …

weiterlesen auf RT Deutsch

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise in Europa

Im Oktober veröffentlichte der IWF den „Regional Economic Outlook Europe“. Darin prognostiziert er die Entwicklung der Volkswirtschaften in Europa unter dem Eindruck der COVID-19-Pandemie. Die Aussichten sind für die einzelnen Länder unterschiedlich, die Risiken groß.

Der Internationale Währungsfond (IWF) veröffentlichte im Oktober seinen Ausblick auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung. Wenige Tage später erschien der „Regional Economic Outlook“ für Europa. 

Breiten Raum nehmen in beiden Prognosen die COVID-19-Pandemie und die mit ihr verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften ein. Der IWF stellt fest, dass der weltweite Lockdown alle Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung getroffen hat. Allerdings sind die Unterschiede erheblich. Alle Staaten und Währungsräume verzeichnen im laufenden Jahr einen Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung. Es gab lediglich eine Ausnahme: China wächst …

weiterlesen auf RT Deutsch

Unterschiedliche Ansätze – Russland fördert seinen Inlandstourismus

Während in der EU die Grenzen langsam wieder geschlossen werden und die Reisewarnungen, die das Auswärtige Amt ausgibt, täglich zunehmen, fördert Russland seinen Inlandstourismus.

Wer seine touristische Reise mit einer MIR-Kreditkarte bezahlt, erhält einen Preisnachlass von bis zu 30 Prozent. Dieser wird vom russischen Staat ausgeglichen. Bereits Anfang des Jahres erklärte der russische Präsident Putin, es sei erklärtes Ziel, den Inlandstourismus in Russland zu fördern. Jetzt, angesichts geschlossener Außengrenzen und zahlreicher Reisebeschränkungen fährt Russland ein gigantisches Förderprogramm für seine touristische Regionen auf. Es geht dabei um den Erhalt von Arbeitsplätzen, touristischen Unternehmen und Unterstützung für die Luftfahrtbranche.

Gleichzeitig gefördert wird die Akzeptanz des MIR Zahlungssystems, eine von Russland entwickelte Alternative zum SWIFT-Zahlungsverfahren. Im Rahmen der Sanktionen gegen Russland wurde die Krim vom SWIFT-Zahlungsverkehr ausgeschlossen. Russland entwickelte eine Alternative und fördert diese nun nach Kräften.

Von steigenden Infektionszahlen

Trump hat angesichts der Corona-Pandemie versagt, Russland sowieso und im Iran ist die Situation furchtbar. Die Neuinfektionen sind in den genannten Ländern hoch, die medizinische Versorgung schlecht, es gibt viel Opfer zu beklagen. So und ähnlich tönt es auf vielen Kanälen, oft getragen von Häme und einem Gefühl der Überlegenheit und Arroganz. Denn der Umkehrschluss lautet, bei uns läuft es besser.

Was dabei übersehen wird: Das aktuelle Zentrum des Infektionsgeschehens ist zweifellos die EU. Das bleibt auf den ersten Blick verborgen, denn die EU wird in all den Statistiken zu Corona nicht gesondert aufgeführt. Man muss sich die Mühe machen und die Daten zu den Ländern der EU selbst zusammenzählen. Dann wird deutlich, nirgendwo auf der Welt tobt die Seuche heftiger als in der EU, nirgendwo gibt es pro 100.000 Einwohner mehr Opfer zu beklagen, nirgendwo sind die Auswirkungen ähnlich dramatisch. Eine etwas objektivere Betrachtung würde daher zu dem Ergebnis kommen: Die EU hat im weltweiten Vergleich komplett versagt. Für jedwede moralische Überhebung bleibt da überhaupt kein Raum, jeder Spott und jede Häme in Richtung anderer Länder verbietet sich. Im Gegenteil wäre es Zeit, sich um die Solidarität, das Wissen und die Unterstützung der Länder zu bemühen, die es offensichtlich besser gemacht haben.

Kommunalwahlen in der Ukraine

Wer ausschließlich deutsche Medien konsumiert hat es nicht mitbekommen. In der Ukraine waren Kommunalwahlen. Das russische Fernsehen hat ausgiebig berichtet. Die offiziellen Ergebnisse werden wohl erst Anfang November veröffentlicht. Aber die Nachwahlbefragungen deuten darauf hin, dass die Partei von Präsident Selenskij herbe Verluste hinnehmen musste.

Das russische Fernsehen berichtet zudem von zahlreichen Unregelmäßigkeiten und von einer mangelhaften Ausstattung der Wahllokale. Die Bilder deuten auf einen anhaltenden ökonomischen Niedergang hin.

Deutsche Außenpolitik – Anspruch und Wirklichkeit

Deutschland möchte geopolitisch gestalten und auf der Weltbühne relevanter Akteur sein. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 hat Berlin diesen Anspruch vorgetragen. Fast sieben Jahre sind inzwischen vergangen. Zeit für ein Resümee.  

Seit einigen Jahren ist das außenpolitische Ziel Deutschlands, mehr Einfluss und damit mehr Gestaltungsmacht zu erlangen. Formuliert wurde dieses Ziel auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014. Mit dem damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen formulierten gleich drei hohe politische Repräsentanten in einem koordinierten Gleichklang diesen Anspruch für alle Welt deutlich vernehmbar. Orchestriert wurde dieser Anspruch von deutschen Medien, die wohlwollend, manche sogar euphorisch berichteten. Mit diesem koordinierten Auftritt in München hat Deutschland auch deutlich gemacht, dass es die außenpolitische Ausrichtung der EU stärker gestalten möchte. Mit den Werten, denen Deutschland verpflichtet ist, würde die Welt unter deutschem Einfluss mit Bestimmtheit eine bessere, war der Tenor.

Unmittelbar nach dieser Erklärung machte sich der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier in die Ukraine auf, um dort …

weiterlesen auf RT Deutsch

NextGenerationEU – Permanente Schockstrategie für die EU

Auf dem EU-Gipfel im Juli wurde beschlossen, dass die Kommission Schulden zur Bekämpfung der Corona-Krise aufnehmen darf. In ihrer Rede zum Zustand der EU macht Kommissionspräsidentin von der Leyen deutlich, dies soll zum Regelfall werden. Die EU wird zum Staat.

Krisen bieten den Mächtigen und politisch Verantwortlichen immer auch die Möglichkeit, Fakten zu schaffen, die sich in ruhigen, krisenfreien Zeiten nicht umsetzen ließen. Die Europäische Union macht hier keine Ausnahme.

Auf dem Gipfeltreffen im Juli einigte sich der Europäische Rat mit …

weiterlesen auf RT Deutsch

Corona und Protest – Was schief läuft in Deutschland

Obwohl die Zahl der Infektionen wieder ansteigt, verharrt die Zahl der Todesfälle auf niedrigem Niveau. Inzwischen richten die Maßnahmen zur Eindämmung mehr Schaden an als das Virus selbst. Doch eine offene Diskussion darüber findet weiterhin nicht statt.

Zwei Wochen ist es nun her, dass in Berlin eine überschaubare Anzahl an Covidioten und Rechtsradikalen gegen die sinnvollen Eindämmungsmaßnahmen der Bundesregierung protestiert haben. Die Mehrheit der Bundesbürger, so vermitteln uns Umfragen, würde die Maßnahmen mittragen und …

weiterlesen

Das weißrussische Dilemma: Zwischen dem Wunsch nach Wandel und der Furcht vor Verarmung

Weißrussland steht am Scheideweg und vor einem Dilemma. Offensichtlich ist, dass ein großer Teil der Weißrussen einen Wandel will. Die Opposition steht jedoch für eine Hinwendung zum Westen und damit für den wirtschaftlichen Niedergang und die Verarmung Weißrusslands.

Am vergangenen Wochenende wurde in Weißrussland erneut demonstriert und der Rücktritt von Präsident Alexander Lukaschenko gefordert. Es gab landesweit Proteste, die größte Demonstration fand in der weißrussischen Hauptstadt Minsk statt.

Unabhängige und verlässliche Berichte über …

weiterlesen auf ksltcjp_