Bauchlandung

Eigentlich mag ich das Format „Positionen“ von Ken Jebsen. Diese Sendung landet allerdings auf dem Bauch, macht allerdings auch deutlich, warum Ökonomen alles tun sollten, nur nicht über Ökonomie sprechen – sie haben davon nämlich keine Ahnung. Diese Sendung vollbringt das Kunststück, dass knapp drei Stunden über Crashs’und Zins und Zentralbanken und Vollgeld, und Golddeckung und Märkte und Pipapo gesprochen wird, dabei aber nicht einmal der Begriff „Lohn“ fällt. Der Faktor Arbeit kommt in dieser Diskussion über Ökonomie nicht vor. Sowas bekommen nur gestandene Ökonomen hin. Was mich erstaunt, ist, dass Norbert Häring so wenig beizutragen hat. Eigentlich ist er ziemlich fit und kompetent. Dafür darf aber der Karr die ganze neoliberale Esoterik vorbeten, wozu er breiten Raum und praktisch kaum Widerspruch bekommt. Schade.

Totengräber des Wohlstands – Jens Berger zeigt, wie Finanzkonzerne unsere Entwicklung bestimmen

Jens Bergers Buch „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen“ liest sich wie ein Wirtschaftskrimi. Spannend geschrieben, voller Thrill, eine Geschichte, in der die Motive aller Akteure miteinander verstrickt sind. Aber im Gegensatz zum fiktionalen Krimi völlig real – leider.

Es ist ein spannendes Buch, das Jens Berger vorgelegt hat. „Wer schützt uns vor den Finanzkonzernen“ liest sich über weite Strecken wie ein spannender Wirtschaftskrimi. Jens Berger versteht es, seine Leser in eine komplexe Materie einzuführen, diese dabei nicht nur leicht verständlich, sondern auch spannend darzustellen.
Berger zeigt, dass es einige wenige große Finanzkonzerne sind, die …

 

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Deutsche Gestaltungsversuche – eine Einschätzung

Deutschland fühlt sich berufen, außenpolitisch stärker die Geschehnisse der Welt mitzugestalten. Es geht dabei um die geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen des Landes. Ein Blick auf die bisherigen außenpolitischen Leistungen der vergangenen Jahre.

Die einzelnen Argumentationen mögen sich im Detail unterscheiden, allerdings sind sie im Ergebnis immer gleich. Deutschland muss mehr Verantwortung in der Welt übernehmen und sich stärker engagieren. Mal wird dem amerikanischen Präsidenten eine …

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Der Beitrag des deutschen Journalismus zur gesellschaftlichen Spaltung – Ein Jahresrückblick

Der deutsche Mainstream wird breit und sogar immer deutlicher kritisiert: Zu einseitig, zu ideologisch, zu wenig faktenbasiert und manipulativ sei er. Ein Jahresrückblick auf den Mainstream und seine Beiträge zur gesellschaftlichen Spaltung.

In diesen Tagen ist der WDR der Adressat eines umfassenden Shitstormes, der zeigt, wie sehr sich deutsche Medienmacher von einem großen Teil des Publikums entfernt haben. Mit ihrer nach eigenen Angaben kurzerhand als „satirisch“ deklarierten Umdichtung von „Unsere Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ vertiefte der WDR einen Graben noch ein bisschen mehr, der die deutsche Gesellschaft immer weiter teilt. Der WDR nutzt die Klimadebatte, um auch im sogenannten „Generationenkonflikt“ noch Öl ins Feuer zu gießen. Diesen Konflikt hat der Mainstream über eine weitgehend unsachlich geführte Rentendiskussion bereits vor zwanzig Jahren selbst mitentfacht, und mit der ebenso unsachlich geführten Staatsschulden-Diskussion hat er ihn erfolgreich weiter angeheizt. Jetzt legt der WDR auf dem Spielfeld der Klimadiskussion nach.

Aus dem Vorfall lässt sich lernen: In Deutschland folgt bei zahlreichen Formen der Diskriminierung ein instinktiver Aufschrei von einem sich selbst besonders „liberal“ und „offen“ glaubenden Teil der Bevölkerung, aus dem sich offenkundig auch die Redakteure des Mainstreams rekrutieren. Dieses Diskriminierungsverbot umfasst allerdings nicht sämtliche gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen: „Alte weiße Männer“ sind hiervon ebenso ausgenommen wie – allem Anschein nach – nun auch „alte weiße Frauen“. Auf diese Gruppen …

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EU und Neoliberalismus: Geld ist im Überfluss da – es will nur niemand haben

Die EU scheitert an einer belegbar falschen ökonomischen Lehre. Die herrschende neoklassische Schule kann weder Krisen vorhersagen noch etwas zu ihrer Lösung beitragen. Ihre zentralen Annahmen werden durch die Realität widerlegt. Zeit für einen Paradigmenwechsel.

Die bisherige Erzählung geht in etwa so: Die Staatsschulden zahlreicher Staaten der EU und des Euroraums sind nicht nachhaltig. Auch Deutschland hat lange über seine Verhältnisse gelebt und …

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Die Marginalisierung des Westens im Zusammenspiel mit seinem inneren Zerfall

Michail Gorbatschow sieht die Demokratie in Russland wachsen, sorgt sich aber um die Entwicklungen im Westen. Ein Blick auf den aktuellen Zustand zeigt, wie recht er hat. Vieles von dem, was die Menschen im Westen heute erleben, erinnert an das Russland der Jelzin-Zeit.

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