Meine Impfentscheidung

Ich habe relativ früh die Möglichkeit erhalten, mich impfen zu lassen. Ich habe mich unmittelbar für die Impfung entschieden und eine Termin in einem Impfzentrum vereinbart, in dem AstraZeneca verimpft wurde. Auch diese Entscheidung war überlegt. AstraZenca war kostengünstig, das Verfahren der Vektor-Impfstoffe deutlich erpobter als eine mRNA-Impfung und der dahinterstehende Konzern war bereit, seinen Impfstoff in Lizenz produzieren zu lassen und Patente frei zu geben. Als Verbraucher schien mir dieser Ansatz wesentlich förderungswüriger als das Konzept von Pfizer und Biontech, deren Impfstoff völlig neu, zudem deutlich teuerer ist und die darüber hinaus gegen die Freigabe ihrer Patente heftig lobbyieren. Ich halte den Impfstoff von Biontech nach wie vor für ein Produkt des geistig Asozialen.

Für die Impfung habe ich mich nicht entschieden, weil ich für mich ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf im Fall einer Ansteckung sah. Ich bin unter 60, habe keine chronischen Erkrankungen, treibe regelmäßig Sport, habe viel Bewegung, ernähre mich ausgewogen – kurz gehöre in dieser aktuellen Pandemie nicht zur Riskiogruppe.

Der Grund, aus dem ich mich impfen ließ, war schlicht die Aussicht auf einen Rückgewinn von Reisefreiheit. Ich wollte meinen Freund und Lebenspartner wiedersehen, der in Russland lebt, den ich schon seit über einem Jahr außer in Videochats nicht mehr gesehen hatte. Ich habe mich aus politischen nicht aus pandemischen Gründen für eine Impfung entschlossen. Dies erschien mir die adäquate Antwort auf die repressiven politischen Maßnahmen, die meine Freiheit einschränkten und die es noch tun. Um Pandemiebekämpfung ging es mir nie. Es war kein Akt der Sorge um meine Gesundheit. Es war kein Akt der Solidarität mit der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Es war ausschließlich ein Akt der Solidarität gegenüber meinem Lebenspartner und meinen Freunden in Russland, der mich dazu bewogen hat, mich impfen zu lassen. Ich wollte zu ihm und nach Russland. Deutschland ist mir in diesem Zusammenhang ehrlich gesagt scheißegeal. Impfen, so war in einem Berliner Impfzentrum zu lesen, sei ein Akt der Liebe. Das stimmt. Für mich war es ein Akt der Liebe zu meinem Freund in Moskau.

Meine wohl durchdachte Entscheidung wurde durchkreuzt, denn die Verimpfung von AstraZeneca wurde zwischenzeitlich in Deutschland ausgesetzt. Die beschriebenen Nebenwirkungen, die zur Aussetzung führten, hätten mich zwar nicht betroffen, ich wurde dennoch dazu gezwungen mich mit einem mRNA-Impfstoff zweitimpfen zu lassen. Etwas, das ich eigentlich vermeiden wollte. Ich kannte die mRNA-Impfstoffe noch aus der Zeit, als ich für eine Aids-Hilfe gearbeitet hatte. Sie haben in Bezug auf HIV nie funktioniert, gelten jetzt aber als die Wunderwaffe schlechthin. Daran zu glauben fällt mir mehr als schwer und die steigenden Inzidenzen sprechen auch dafür, dass sie in einer ähnlichen Weise wirksam sind, wie sie es bezügtlich des HI-Virus waren: kaum. Zudem: Wir hatten doch jahrelange Zulassungsverfahren nicht einfach so aus Spaß. Jetzt sind sie völlig ausgesetzt und das auch noch im Hinblick auf die völlig neue Medikamentenklasse der mRNA-Impfstoffe.

Weil ich in diesem Zusammenhang nur auf mein unmittelbares Umfeld achte, hat die EU auch meine vollkommene Verachtung, da sie die russische Impfstoffe nicht anerkennt. Ich kann zwar inzwischen meinen Freund wieder in Russland besuchen. Meine Freunde aus Russland können aber mich nicht besuchen, weil sie trotz Impfung mit einem russischen Vakzin in der EU als ungeimpft gelten und im Fall einer Einreise in Quaratäne müssen.

Die Politisierung und Instrumentalisierung in Bezug auf das Corona-Virus sind es, die mich zu tief erschrecken, die mich anwidern und von denen für mich inzwischen die weit größere Gefahr ausgeht, als vom Virus selbst.

Es gibt eine Vielzahl guter, völlig rationaler Gründe, sich gegen eine Impfung zu entscheiden. Es ist notwendig diese Gründe zu hören und sie im Gespräch gemeinsam abzuwägen und sie dann auch zu akzeptieren. Hört aufeinander.

4 Kommentare zu „Meine Impfentscheidung

  1. Inzwischen wird immer mehr bekannt über die gesundheitlichen Risiken der sogenannten Covid19-Impfungen und die mittlere Verkürzung der Lebenerwartung durch sie insbesondere für diejenigen, die keiner Risikogruppe angehören. Würden Sie sagen, daß diese Art von Güterabwägung, die Sie zugunsten der Impfung damals vorgenommen haben, nach wie vor Bestand hat?

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