Archiv der Kategorie: Texte zu RT

Ukraine – Der etwas andere Jahresrückblick

Viel wurde über das Jahr 2018 geschrieben. Doch ein Thema hat der Mainstream im Jahresrückblick ausgelassen. Was brachte das vergangene Jahr eigentlich der Ukraine? Es sind die kleinen, kaum diskutierten Meldungen, die über die Entwicklung des Landes Aufschluss geben.

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Zeugnis einer Entfremdung: OSZE-Untersuchung zur Situation in Tschetschenien

Die Mehrheit der OSZE-Mitgliedsstaaten hat kürzlich dafür votiert, eine Expertenkommission mit der Untersuchung der Menschenrechtslage in Tschetschenien zu beauftragen. Der Bericht liegt nun vor. Er ist Zeugnis einer zunehmenden Entfremdung.

Der Moskau-Mechanismus ist ein Instrument der OSZE zur Untersuchung möglicher Menschenrechtsverletzungen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Mitgliedstaaten. Der Mechanismus ist …

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Doch keine Erfolgsgeschichte: Das Scheitern des Liberalismus

Nach dem Zerfall der Sowjetunion war der Liberalismus weltweit das einzig verbliebene politische System. Mit der Globalisierung trat er seinen Siegeszug an – und steht heute vor dem Zusammenbruch. Die Eliten sind zu Korrekturen nicht in der Lage. Eine Fehleranalyse.

Von den großen Gesellschafts-Entwürfen, die im zwanzigsten Jahrhundert erprobt wurden, ist nur einer übrig geblieben: Der Liberalismus. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist er anscheinend auf dem Siegeszug. Unter dem Begriff „Globalisierung“ ist er angetreten, die ganze Welt in seinen Ordnungsrahmen zu zwingen. Auf diesem Siegeszug rund um den Globus zeigte er sehr unterschiedliche Facetten. Von seinem ursprünglichen Anspruch, eine „natürliche“ Weltordnung jenseits aller Ideologie zu sein, die angeblich die Freiheit des Individuums in den Mittelpunkt stellt, ist dabei wenig übrig geblieben.

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Die Kynast-Dialoge. 1. Teil

Ein Korrespondent des zdf kommentierte einen Beitrag von RT Deutsch auf Twitter positiv. Ich fand das erstaunlich und entschloss mich, ihm zu folgen. Was ich danach erst verstand: Diese vermeintlich positive Kommentierung konnte nur ironisch gemeint sein. Dennoch schien mir dieser neue Kontakt gewinnbringend, weshalb ich ihn aufrecht erhielt. Der Korrespondent war Andreas Kynast. Auf Twitter ist er ausnehmend aktiv, kommentiert alles und jeden, oft in ausnehmend aggressiven Ton, meist verbunden mit einem grundlegenden Mangel an Themenkompetenz. Es wird ganz schnell deutlich: Um Dialog, Austausch, Einblick in andere Sichtweisen, Verständnis – um all dem geht es ihm nicht. Es geht ihm um Durchsetzung einer bestimmten Sichtweise, die wiederum eingebettet ist in eine bestimmte Ideologie. Von dieser Ideologie, in die er eingebunden ist, die er massiv vertritt, weiß Andreas Kynast nichts. Er hält seine Welt für den natürlichen Zustand, das finale Ziel historischer Entwicklung. Einfach normal eben. Er kann seine Sicht daher auch nur sehr bedingt reflektieren.

Damit ist Andreas Kynast das, was Ulrich Teusch in seinem Buch “Lückenpresse” den “Mainstream im Mainstream” nennt. Er markiert gleichsam emblematisch den Ort journalistischen Versagens. Aus diesem Grund ist eine Auseinandersetzung und Aufarbeitung geboten, lässt sich an ihr doch zeigen, was gerade in der deutschen Medienlandschaft so grundlegend schief läuft und für ein zunehmendes Unbehagen sorgt.

Beginnen will ich mit einem Text von mir, der auf RT Deutsch erschienen ist. Es geht darin um die Frage, warum es in Russland keine Gay Prides gibt. Ich habe einen Link zum Text gewittert und erhielt darauf unmittelbar eine Antwort von unserem zdf-Korrespondenten.

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Hier entspann sich dann ein Gespräch, das Diskussion zu nennen sich verbietet.

Im zweiten Teil werde ich auf den Inhalt und die Struktur des Gesprächs eingehen.

Warum gibt es in Russland eigentlich keine Gay Prides?

Es ging ein Raunen durch den russischen Blätterwald. als bekannt wurde, dass die Stadtregierung von Nowouljanowska grünes Licht für die erste Gay Pride in Russland gegeben hat. Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Doch dann kam alles ganz anders.

Abgehalten werden sollte die Pride am 28. August in der Zeit von 12 bis 14 Uhr in dem kleinen Dorf Jablonewij, dessen Einwohnerzahl mit 7 (sieben) angegeben wird.

Der Initiator der Veranstaltung und Gründer der Organisation „Gay Russia“ Nikolai Aleksejew, der seit Jahren auf juristischem Wege versucht, Gay Prides in Russland durchzusetzen, sah sich und sein Verständnis von Schwulenrechten auf der Zielgeraden angekommen.

Doch schon wenige Tage nach der Ankündigung folgte die Absage. Die Art der Absage lässt darauf schließen, dass …

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Konflikte der Zukunft – Alexander Dugin umreißt eine künftige Theorie der multipolaren Weltordnung

Alexander Dugin ist ein russischer Philosoph und Soziologe, der an der staatlichen Moskauer Universität lehrte und aktuell als Publizist arbeitet. Im Westen wird er gerne als „Chef-Ideologe“, „Vordenker“ oder „Zuflüsterer“ des russischen Präsidenten tituliert.

Sucht man im Internet gleichzeitig nach den Namen Dugin und Putin erhält man eine lange Liste von Artikeln über den angeblichen Einfluss Dugins auf die Politik Putins. In den deutschen Qualitätsmedien wie SpiegelDie ZeitSüddeutsche und Welt ist von einem modernen Rasputin die Rede, von „Putins Hirn“, vom „Einflüsterer Putins“, da ist Dugin der „rechtsradikale Guru“ Russlands. Dugin wird dargestellt als wirr, als rechts bis offen faschistisch und daher gefährlich. Gleichzeitig ist er laut deutschen Medien mit großem Einfluss auf die russische Politik ausgestattet.

Wer die Unzuverlässigkeit kennt, mit dem der deutsche Mainstream über Russland „informiert“, bekommt …

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Derbent – Weltkulturerbe am Kaspischen Meer

Im Süden von Dagestan, unweit der Grenze zu Aserbaidschan, liegt die Stadt Derbent. Sie liegt malerisch am Kaspischen Meer und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Derbent ist über zweitausend Jahre alt, erste Zeugnisse für Siedlungen werden auf ein Alter von fünftausend Jahren datiert.

Von Machatschkala, der Hauptstadt der russischen Republik Dagestan, erreicht man Derbent am besten mit …

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