Archiv der Kategorie: Texte zu RT

„Alles Schlampen in Russland“ – Kontinuitäten in der deutschen WM-Berichterstattung

Als Deutscher, der anlässlich der WM für einen Monat nach Russland gereist ist, kann man sich für die deutsche Berichterstattung nur schämen. Sie ist in ihrer Verzerrung einfach nur noch peinlich. Das absolut unterirdische Niveau des deutschen Mainstreams lässt sich eigentlich nur noch in sarkastischer Weise kommentieren.

Im Vorfeld der Fußball-WM wurde im deutschen Mainstream bereits eindringlich eine Vielzahl von Themen düster ausgemalt: Von marodierenden Hooligans wurde berichtet, es wurde diskutiert, ob schwule Fans zur WM reisen können, schließlich ist nach deutschem Verständnis Russland bis …

weiterlesen auf ksltcjp_

Russische Propaganda 13 – Die ARD wird mir peinlich

Immer, wenn du denkst, das Niveau in der Berichterstattung über Russland lässt sich eigentlich nicht mehr unterbieten, kommt die ARD daher und beweist das Gegenteil.

In den Tagesthemen vom 27. Juni bewies Jochen Leufgens, dass der Raum nach unten bisher noch nicht ausgelotet war.

Ich will es mal ganz deutlich sagen: Der Journalismus der ARD ist seine 17,50 im Monat nicht wert. Auch keine 2,80.  Auch nicht weniger. Der öffentlich-rechtliche Journalismus in Deutschland ist grottenschlecht, man möchte ihn nicht einmal geschenkt. Doch während man sich gegen die Zustellung der Bild-Zeitung zu Werbezwecken wehren kann, muss man die ARD über sich ergehen lassen. Zwangsweise.

Lassen wir mal kurz einige Minderleistungen des “Nachrichtenflagschiffs” der ARD, der tagesschau, Revue passieren.

Obwohl in einem der wichtigsten Prozesse der Nachkriegszeit, im NSU-Prozess reihenweise die Zeugen wegsterben, ist das der ARD keine Recherche wert. Den Qualitätsjournalisten der wichtigsten deutschen Nachrichtensendung sind gehäufte Todesfälle im Umfeld des NSU keine Aufforderung zur journalistischen Arbeit. Wenn junge, gesunde Menschen ohne medizinische Vorgeschichte reihenweise dahingerafft werden, die einzig verbindet, dass sie Beziehungen zum NSU hatten – für die Redaktion der ARD ist das total normal.  

Der makroökonomische Sachverstand in der Redaktion der tagesschau ist derart niedrig, dass sie sich über Trump lustig, macht, der meint, global gesehen sei der internationale Handel ein Nullsummenspiel. Er ist zwar ganz genau das, aber die ARD ist so fasziniert von der deutschen Idee, es sei vernünftig seine Handelspartner auf Kosten der heimischen Beschäftigen reihenweise in Grund und Boden zu konkurrieren, dass ihnen einfache mathematische Zusammenhänge entgehen. Die Absicht sich lustig zu machen gerät nicht nur zum Rohrkrepierer, sie entlarvt auch noch die tagesschau der völligen Ahnungslosigkeit im Hinblick auf einfache makroökonomische Zusammenhänge. Die permanenten deutschen Überschüsse sind die Pest des Welthandels. An ihnen stirbt Europa und der Zusammenhalt des Westens. Engagierter Journalismus dazu bei der tagesschau – Fehlanzeige. Im Gegenteil: völliger geistiger Bankrott in Makroökonomie. 

Die Redaktion schafft es, seit mehreren Jahren über Flucht zu berichten, ohne Fluchtursachen zum Thema zu machen. Kein Wort, wer die Kriege anzettelt, vor denen die Menschen fliehen. Dass zwischen dem, wovor sie fliehen und dem, wohin sie fliehen ein Zusammenhang besteht, den man kriegerische Handlung und Völkerrechtsbruch, den man wirtschaftliche Ausbeutung und Erpressung nennt – kein Wort davon in der ARD.

Massenüberwachung, Militarisierung, Auseinanderbrechen der EU durch deutsche Inkompetenz – alles kein Thema für das Flaggschiff der deutschen Nachrichten. Die Griechen sind faul, die Italiener auch; wir sind fleißig und daher besser, wofür uns der Markt belohnt.  Das ist nachweislich absolut falsch, zeigt aber die absolute Primitivität des Niveaus auf dem sich die tagesschau aufhält.

Alles, was die Nachrichtenredaktion der ARD präsentiert ist von einer biedermeierlichen Obrigkeitshörigkeit, von derart geballter Inkompetenz in zentralen Themenbereichen, getragen von völligem journalistischen Unvermögen, dass man sich nur verwundert die Augen und Ohren reiben kann, wenn mit Jochen Leufgens ein Kommentator der ARD sich und den seinen zutraut, die journalistische Arbeit, die sie sich hierzulande weigern zu erbringen, könne von unseren deutschen journalistischen Nullnummern in einem anderen Land erbracht werden.

In Russland traut man sich zu, aufzuklären. Unter anderem von Nordkoreanischen Zwangsarbeitern, die in Russland Fußballstadien gebaut hätten, ist die Rede.

Echt jetzt? Noch blöder ging es nicht? Im eigenen Land bekommt ihr nichts auf die Reihe, aber in Russland, da wollt ihr trotz Sprach- und kultureller Barriere Zugang zu Quellen und Beweisen haben? Das ist absolut lächerlich. Der deutsche Journalismus ist zu einer Peinlichkeit verkommen.

Wir sitzen hier gerade in Moskau, ich übersetze den Kommentar von Leufgens und meine russischen Freunde brechen wegen der offensichtlichen Blödsinnigkeit des Behaupteten in Lachen aus. ARD, was bist du mir unangenehm geworden.  

 

Verschwörungstheorie zur besten Sendezeit: ARD bezichtigt russische Nationalelf des Dopings

Während er Fußball-WM in Russland ist der ARD die Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums sicher. Diese nutzt sie, um die russische Nationalmannschaft des Dopings zu bezichtigen. Doch mehr als eine faktenfreie Verschwörungstheorie hat der Sender nicht zu bieten.

Eine Definition von Wahnsinn lautet, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erhoffen. Der “ARD-Dopingexperte” …

weiterlesen auf ksltcjp_

Russland – Reich der Finsternis

Inzwischen lassen sich die Stunden zählen, bis der Startschuss zur WM fällt. Die Fußball-WM wird, folgt man den Berichten im Mainstream in diesem Jahr in einem hoch problematischen Land ausgetragen: Russland, Reich der Finsternis, die dunkle Seite der Macht.

Es steht dort schlecht um Pressefreiheit, Menschenrechte und natürlich auch um die Demokratie. Das Völkerrecht wird sowieso mit Füßen getreten.

Von all dem weiß beispielsweise Claus Kleber zu berichten, der „den Deutschen“ …

weiterlesen auf ksltcjp_

Kanzlerin Angela Merkel: Inszenierung einer selbstreferentiellen Demokratie

Das neu geschaffene Format einer parlamentarischen Fragestunde sollte einen Wandel hin zu mehr Verantwortlichkeit der Bundesregierung gegenüber dem Bundestag markieren. Tatsächlich geriet sie zu einem Schaulaufen ohne Chance auf Erkenntnisgewinn.

 

Am 6. Juni gab es im Deutschen Bundestag die Fragestunde mit der Bundeskanzlerin. Was ein Höhepunkt politischer Diskussion hätte werden können, geriet zu einem Desaster. Das ganze Ausmaß der …

weiterlesen auf ksltcjp_

Schwulenverfolgung in Tschetschenien – Aktueller Stand einer Kampagne um ihrer selbst willen

Mehr als ein Jahr nach ihrem Beginn ist die Kampagne rund um eine angebliche staatliche Schwulenverfolgung in Russlands Teilrepublik Tschetschenien weitgehend zusammengebrochen. Auch die vermeintlich selbstlos vom Westen Geretteten sind vergessen.

weiterlesen auf ksltcjp_

Grosny – Phönix aus der Asche im Herzen Tschetscheniens

Nach zwei blutigen Kriegen lag die tschetschenische Hauptstadt Grosny in Schutt und Asche. Heute ist nichts mehr von der Zerstörung zu bemerken, die Stadt blüht auf und die massiven Wiederaufbauprogramme greifen. Es hätte aber auch anders kommen können.

Im Zentrum der autonomen Republik Tschetschenien liegt deren Hauptstadt Grosny. Von Moskau aus ist die Republik Tschetschenien gut zu erreichen. Etwas mehr als zwei Stunden Flugzeit und man …

weiterlesen auf ksltcjp_