Von wegen schlecht gemacht – Es ist Absicht!

Meine Wut nimmt von Tag zu Tag zu. Meine Wut darüber, dass ich von meiner Regierung verschaukelt und von den von mir finanzierten Medien für blöde gehalten werde.
Nie hätte ich gedacht, dass ich, bevor ich auf tagesschau.de gehe, mir einen Überblick bei einem russischen Staatsmedium, bei rt.com verschaffe, weil die Information dort von höherer journalistischer Qualität ist, besser recherchiert, meist ausgewogener und mit nachprüfbaren Quellen versehen ist. Nie hätte ich gedacht, dass ich, bevor ich auch nur einen Klick auf ein deutsches “Qualitätsmedium” setze, mich auf Seiten wie der Propagandaschau darüber informieren lasse, welcher Mist von Zeit, Spiegel, FAZ und Konsorten wieder mal nachweislich verzapft wurde, um mir dann jeden weiteren Klick auf deren Onlineausgaben zu sparen, weil ich den kriegstreibenden Herausgebern und Medienkonzernen durch meine Aktivität nicht auch noch Werbeeinnahmen für ihr unethisches, von fragwürdigen Bündnisinteressen geleitetes Geschreibsel generieren möchte.
Man müsste sich zusammentun und jede transatlantische Propagandastory, jede nicht nachprüfbare Geschichte, diesen ganzen schlecht recherchierten Journalismus mit einem Klickboykott belegen. Vielleicht würden sich die Redaktionen dann wieder auf ihre Aufgabe der Berichterstattung, der Suche nach Objektivität und Wahrheit besinnen und ihre Aufgabe als vierte Gewalt im Staat wahrnehmen, die Aufklärung betreibt, Hintergründe beleuchtet und nicht noch zur Verdunkelung beiträgt.
Das, was wir jetzt an Journalismus haben, ist eher einer Diktatur würdig, denn eines demokratischen Staates. Die Anbiederei der Redaktion der Tagesschau an die Kanzlerin ist widerlich und der Unwillen, einzelne Nachrichten zu einem Gesamtbild zu Verknüpfen hat System. Die öffentlich-rechtlichen Nachrichten sind zu einem Medium der Desinformation geworden.
Wir bekommen einzelne Bruchstücke vorgesetzt, die unverknüpft bleiben, denn das Bild, das sich aus ihrer Verbindung ergäbe, ist schrecklich. Massenüberwachung, Geheimverhandlungen über Freihandelsabkommen, die soziale Standards und nationale Gerichtsbarkeit aushebeln werden, Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen durch Militarisierung, absichtliche Destabilisierung von Nationen und Regionen. Wenn man all dies zusammen denkt, dann wird deutlich, auf welche Zukunft wir uns zu bewegen. Unsere und alle westlichen Regierungen betreiben gemeinsam einen gigantischen Umbau weg von demokratischen Strukturen hin zu etwas, das man postdemokratischen Konzern- und Finanzfaschismus nennen könnte. Es ist mehr als nur ein neoliberales Projekt, es ist der Weg in den Totalitarismus. 
Keine der jetzigen politischen Aktionen des Westens ist in der Lage, Frieden zu sichern oder herzustellen. Die politisch Verantwortlichen wissen das auch, sie handeln nicht aus Unkenntnis oder unbedacht. Unkenntnis zu unterstellen halte ich für naiv. Noch nie  wurde durch Waffenlieferungen an eine Seite Frieden hergestellt, der jeweilige Konflikt wurde dadurch immer nur verlängert und das Leid vergrößert. Wir haben ausreichenden Zugang zur Geschichte, um das zu wissen. Es geht ganz absichtsvoll um Destabilisierung und Krieg. 
Noch nie wurde durch sparen in der Krise Staatsschulden reduziert. Man kann Absicht unterstellen, man kann aus guten Gründen sagen, dass das Leiden in den europäischen Krisenländern absichtsvoll verlängert und vergrößert wurde, mit dem Zweck, Demokratie zurückzudrängen, zu privatisieren und das Finanzkapital zu stärken. Es hat inzwischen vermutlich auch der letzte verstanden, dass diejenigen, die für die Krise verantwortlich waren, nicht einen Cent zu ihrer Bewältigung beitragen mussten, sondern noch gestärkt aus ihr hervor gingen, während diejenigen, die nichts zu verantworten haben, zur Kasse gebeten wurden. Zu glauben, dies wäre ein Versehen, ist gefährlich naiv.
Die extreme Arbeitslosigkeit, das Zusammenbrechen des Gesundheitssystems in Griechenland, die Verelendung, all das sind meines Erachtens keine Kollateralschäden eines unprofessionellen Krisenmanagements. Das ist und war Absicht und dient der Domestizierung der Bürger, denn es schürt Angst vor dem Abstieg. Die leidvollen Effekte der Austeritätspolitik waren vorhersehbar. Wir werden hier absichtlich getäuscht, um einen Umbau unserer Gesellschaft zu verschleiern, den wir nie mittragen würden. Die Interessen einiger weniger werden über die Interessen des Gemeinwohls gestellt. Die Politik, die diese Umgestaltung und Selbstentmachtung initiiert und trägt, macht dazu ein trauriges Gesicht und faselt etwas von alternativlos. Die hiesigen Medien lassen es weitgehend unkommentiert oder fordern gar noch eine Verschärfung der Maßnahmen. Man darf nicht so blöde sein und glauben, dies wäre der Weg aus der Krise. Es ist im Gegenteil der Weg tiefer in sie hinein, und die Protagonisten der Austeritätspolitik wissen das auch. Sie sind gar nicht angetreten, die Krise zu beheben. Im Gegenteil. Nach sechs Jahren derselben Politik und einer beständigen Verschärfung der Krise, die durch diese Politik bedingt wurde, ist ein anderer Schluss nicht mehr möglich als der: Die Krise und das damit einhergehende Leid der Menschen soll gar nicht aufgehoben, sondern verschärft werden.
Auch in der Ukrainekrise gibt es vermutlich nur wohlweisliche Überlegungen und wenig unbedachte Äußerungen. Hier wird ein Krieg absichtsvoll herbeigeredet.
Ab wann kann man die Kanzlerin, den Propagandapräsidenten Gauck, den Steinmeier oder die Kriegsministerin eigentlich wegen Vorbereitung eines Angriffskrieges vors Gericht zerren? Ist es nicht schon längst klar, dass wir einen Krieg mit Russland anzetteln (lassen) werden? Die deutsche im Verbund mit der westlichen Außenpolitik ist vollständig auf Destabilisierung ausgerichtet. Kein Wort der letzten Wochen diente in irgendeiner Weise dem Frieden. Alles ist barsche Rhetorik hin zum Krieg. All dies ist absichtsvoll. Hundert Jahre nach dem ersten Weltkrieg gibt es keine Entschuldigung für eine derart verfehlte Diplomatie wie sie von der Bundesregierung in Richtung Russland abgefeuert wird, außer die, dass sie eben nicht verfehlt, sondern absichtsvoll auf Krieg ausgerichtet ist.
Und statt aufzuklären, zu mahnen und zu erinnern, schicken die von uns allen zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Medien Golineh Atai, die Kurzstreckenwaffe der deutschen Propaganda in den Ring, deren Berichte an Einseitigkeit nicht mehr zu überbieten sind.
Schaltet den Scheiß ab und schaut bei Ken Jebsen rein. Oder wenn ihr schon nicht abschalten wollt, dann macht es wie Maren Müller und seid unbequem und fordernd. Denn sonst werden wir uns in einem ganz überschaubaren Zeitraum nach einer gelenkten Demokratie a la Putin sehnen, da der Westen völlig ins Totalitäre gekippt ist.
Ich bin mir sicher, dass alle politischen Akteure und die Verantwortlichen in den Medien um dieses Kippen ins Totalitäre wissen, es vielfach auch aktiv betreiben. Medien und Politik bilden die Matrix, in der unsere Wahrnehmung gefangen genommen wird. Drückt den Knopf und schaltet das aus!
In diesen Tagen werden wir mit kleinen Spitzelgeschichten abgespeißt, wer wessen Gespräch aus welchem Versehen heraus abgehört hat. Das sind doch Nebelkerzen, die da geworfen werden und es ist unsere Bürgerpflicht, das zu bemerken! Wir werden alle rund um die Uhr überwacht. Jeder! Immer! Jede Bewegung, jedes Telefonat, jede SMS, jede Email. Die Berichterstattung über Kerry und Clintons Telefone dienen der Verschleierung dieses ungeheuerlichen Umstandes, sind das Infotainment, das den eigentlichen Skandal zu verdunkeln beabsichtigt.  
Wenn es um die Freiheit in anderen Ländern geht, dann werden unsere westlichen Regierungen plötzlich ganz rührig und umtriebig, sind in wenigen Tagen in der Lage Entscheidungen von großer Tragweite zu fällen, schicken Waffen und Gerät, nur wenn es um die Verteidigung unserer Demokratie und unserer Freiheit geht, dann versinken sie in Lethargie, brauchen Zeit zur Klärung, Ausschüsse, deren Ermittlungen im Sande verlaufen wie beim NSA-Ausschuss. Wer glaubt, das sei einfach peinliches Versagen, irrt. Das ist Absicht! Der Westen wird umgebaut, weg von der Demokratie, hin zu einer allumfassenden Konzern- und Finanzdiktatur. Und Medien und Politik machen wissend mit, denn sie sind in diesen Umbau strukturell eingebettet. Nicht der einzelne Politiker, aber die Politik, nicht der einzelne Journalist, aber der Journalismus.  
Dagegen muss man sich wehren. Wir brauchen unabhängigen, guten Journalismus. Ich spende an Ken Jebsen und Wirtschaft und Gesellschaft, informiere mich alternativ, bei den NachDenkSeiten zum Beispiel. Ich will von verantwortungsvollen, unabhängigen Journalisten informiert werden. Aber das heißt in zunehmendem Maße auch, einen Bogen um die Mainstreammedien und die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zu machen.
Und ich will in einer demokratischen, offenen Gesellschaft leben, in der Wohlstand und Frieden für alle herrscht. Meine und die anderen westlichen Regierungen wollen genau dies offensichtlich abschaffen und eine Rückkehr zu Demokratie, Freiheit und allgemeinem Wohlstand für Generationen verhindern. Dagegen muss man aufstehen, auf die Straße gehen, protestieren, sich und andere informieren und sich zusammenschließen. Vor allem aber muss man eins: Die Glotze auslassen und selbst denken. Und man muss die Wut und das Gefühl der Ohnmacht zulassen, damit sie sich in Erkenntnis transformieren können. Lasst uns das tun. Gemeinsam

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