Die Kynast-Dialoge. 2. Teil

Wir hatten einen Einstieg in ein Thema. Mein Lieblingsthema, denn meine persönliche, intensivere Auseinandersetzung mit Russland entzündete sich genau an der Frage, inwieweit Schwule und Lesben in Russland tatsächlich unterdrückt, verfolgt und staatlich drangsaliert werden.

Die gute, von mir persönlich immer weiter und tiefer recherchierte Nachricht ist: Es gibt keine Unterdrückung von Schwulen und Lesben in Russland. Man kann als Schwuler in Russland gut leben. Es gibt eine funktionierende Infrastruktur. Bars, Clubs, Saunen, Vereine. Es gibt keine Razzien in den Clubs, die russischen Städte zählen zu den sichersten der Welt, man wird also nicht verprügelt, weder als Schwuler noch als Hete.

Man kann als schwules Paar unbehelligt zusammen leben. Ich habe Freunde in Moskau, in Kaliningrad, in Petersburg und Archangelsk, ich weiß von Paaren in anderen Städten, die genau das tun. Man kann sich auch auf dem Roten Platz küssen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Es passiert nichts, es interessiert einfach niemanden.

Die schlechte Nachricht ist daher eine andere: Wir bekommen hier von Medien und NGOs zu genau diesem Thema einen Haufen Blödsinn erzählt. Dieser Blödsinn stachelt auf, er schafft Aggression und Hass auf Russland. Das ist kein Versehen. Diese Wut, die aufkeimt, wenn wir hören, dass Schwule einfach nur aufgrund ihrer Neigung grausam zugerichtet werden, die Nachrichten darüber, wie sie dann kein Gehör finden bei Polizei und Behörden, diese Wut die dadurch entsteht ist das eigentliche Ziel der Berichterstattung. Mit der Fake-News Berichterstattung der westlichen Medien, auch der öffentlich-rechtlichen Medien wird Hass und Widerwillen gegen die russische Regierung und gegen Russland erzeugt. Die Information von der Verfolgung von LGBT in Russland ist falsch. Die damit erzeugte Wut, die Ablehnung und Ressentiment gegenüber Russland, die sind allerdings echt.

Dieser Propaganda schließt sich unser Hauptstadt-Korrespondent natürlich an.

Das Thema LGBT ist eins der Themen, mit dem eine antirussische Grundstimmung erzeugt wird. Das zdf und Kynast machen hier fleißig mit. Kynast klärt nicht auf, er verschleiert. Mutmaßlich aus eigenem Unwissen. Das ist das, was man zu seiner Entschuldigung noch sagen kann. Er hat einfach keine Ahnung wovon er spricht, plappert vermeintliche Allgemeinplätze nach. Und er überschlägt sich in seiner Argumentation bis hinein ins Absurde.

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