Archiv der Kategorie: Reisen

Besuch in Wolgograd

Das war sie also, die, glaubt man den Expertenmeinungen außerhalb des deutschen Mainstreams, beste WM aller Zeiten. Es war eine wunderbare Zeit, für mich ein wundervoller, erfüllender Monat in Russland. Nun ist die WM vorbei, meine Faszination für Russland jedoch nicht. Als ich vor Kurzem in Wolgograd war, war der Großteil der Besucher aus Wolgograd bereits wieder abgereist, denn das letzte Spiel im neu gebauten Stadion war bereits gespielt. Der spannende, internationale Teil der WM mit zahlreichen ausländischen Gästen in der Stadt war für Wolgograd schon zu Ende. Die Stände und Zelte vor dem Stadion wurden wieder abgebaut. Doch auch ohne große Zahl an ausländischen Gästen verblieb …

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Petersburg, Weiße Nächte, Fußball und ein Gesamtkunstwerk

Es waren zwei Großveranstaltungen an einem Tag. Am Samstag richtete Russland nicht nur das WM-Spiel Deutschland gegen Schweden aus. Am selben Abend fand noch das alljährliche Festival “Alye Parusa” statt.  Für Deutschland war das Spiel von entscheidender Bedeutung. Es ging bekanntlich gerade nochmal gut für die deutsche Mannschaft und ihre Fans. Sieg in sprichwörtlich letzter Minute. Darüber wurde ausgiebig berichtet, weshalb hier für einen Moment der Fokus auf den im Rahmen der “Weißen Nächte” stattfindenden Event “Alye Parusa” gelegt werden soll. Alye Parusa ist das wohl größte …

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Ein Russisches Sommermärchen

Es steht außer Frage, die Stimmung hier ist einzigartig. Wer sich an den Fußballsommer im Jahr 2006 in Deutschland erinnern kann, der hat in etwa eine Ahnung, was aktuell gerade in Russland passiert. Am Samstag bin ich aus Deutschland angereist. Man könnte es auch eine Flucht nennen. Eine Flucht vor einer erschreckend niederträchtigen Berichterstattung in den deutschen Medien gegenüber Russland. Noch in Deutschland habe ich mir am Tag der Eröffnung die Übertragung und das Rahmenprogramm in der ARD angeschaut. Ich war zutiefst erschrocken, zutiefst schockiert.

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Wladimir: Ein Kleinod russischer Kultur und Geschichte

Entlang der Bahnstrecke von Moskau nach Nischni Nowgorod findet sich mit der 350.000-Einwohner-Stadt Wladimir ein architektonisches Juwel, das nicht nur dem WM-Touristen die Möglichkeit gibt, tief in das Erbe der russischen Kultur und Geschichte einzutauchen.

Etwa 200 Kilometer und damit eine gut zweistündige Zugfahrt von Moskau entfernt liegt die Stadt Wladimir. Die rund eintausend Jahre alte Stadt war einst politisches Machtzentrum und ist heute ein von Russen viel besuchtes touristisches Ziel. Wladimir liegt von Moskau aus mit der Bahn gut erreichbar auf der Strecke …

 

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Kasan – Ein Reisebericht

Es war ein Reiseziel, das ich mir schon lange vorgenommen hatte. Mit einem recht spontanen Kurztrip sollte es nun wahr werden. Wir flogen nach Kasan und verliebten uns. Ein Reisebericht.

Die Stadt liegt etwa 800 Kilometer östlich von Moskau. Wer meint, das wäre schon tiefstes Sibirien, irrt. Die russischen Dimensionen sind andere. Die Stadt Jekaterinburg, die die Grenze zwischen Europa und Asien markiert, liegt noch einmal rund 800 Kilometer in Richtung Osten. Kasan liegt im europäischen Teil der Russischen Föderation und ist die Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan.

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Urlaub in Russland: Die Region Krasnodar

Russland, so ist geht ein weit verbreitetes Vorurteil ist ein kaltes Land. Kaum einer denkt an ausgedehnte Strände, subtropisches Klima mit langen Zypressenhainen und Weinanbau, lauen Nächten und perfektem Badewetter. Genau das allerdings bietet die in Südrussland gelegene Region Krasnodar.

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Demo auf der Krim gegen Aggression

Während in Deutschland, der EU und der NATO die Angliederung der Krim an Russland als das Beispiel schlechthin für die russische Aggression gilt, und daher als Begründung dafür herhalten muss, die militärische Präsenz an der Ostgrenze der NATO zu verstärken und dort vertragswidrig dauerhaft Soldaten zu stationieren, verorten die Bewohner der Krim die Aggression ganz woanders.

Vorgestern fand in Jalta eine Demonstration gegen die nächste NATO-Aggression, die geplante Stationierung von US-Amerikanischen Kriegsschiffen im Schwarzen Meer vor der Küste der Krim statt.

Zur Demo, in deren Verlauf mehrere hundert Menschen zusammen kamen, hatte die Partei “Einiges Russland” aufgerufen. Die Rede der Abgeordneten Jaltas der Partei Irina Michailowna Aleekseiwa habe ich dokumentiert.

Sie erzählt die Geschichte des Plakats, das sie in Händen hält. Es sei zehn Jahre alt. Schon damals seien NATO-Verbände vor der Krim gekreuzt. Auch damals hätten sich Menschen im Protest versammelt. Sie äußert sich besorgt über die zunehmende Aggression, sieht einen neuen Faschismus im Westen heraufziehen.

Man sollte genau auf die geäußerten Ängste und Argumente hören, denn es ist wichtig, diese auf der Krim, in Russland und zunehmend auch im Westen verbreitete Positionen zur Kenntnis zu nehmen, wenn man bestrebt ist, den Konflikt diplomatisch lösen.
Dass genau dies nicht geschieht, gibt den Menschen recht, die in der NATO ein zunehmend gefährlicher werdendes Angriffsbündnis sehen, gibt denjenigen gute Argumente an die Hand,  die glauben, dass der Westen an diplomatischen Konfliktlösungen nicht interessiert ist, sondern absichtsvoll eine Eskalation der jeweiligen Situation betreibt.

Unterstützt wird die Forderung nach Abzug der Kriegsschiffe übrigens vom NATO-Mitgliedsland Bulgarien. Das verdeutlicht am besten, wie gefährlich die Lage inzwischen ist. Selbst den NATO-Mitgliedsländern ist die NATO inzwischen zu aggressiv.