Fin de siècle 23

Allen Ernstes versuchte mir Sebastian einen Maulkorb zu verpassen. Was ich mir dabei denken würde, so etwas zu sagen? Einem Pfarrer zu sagen, es gebe keinen Gott. Sebastian hatte offensichtlich erneut jedes Maß dafür verloren, was adäquat war. "jetzt legt Du fest, wann ich was zu wem sagen darf?" Ich war absolut empört über Sebastians … Weiterlesen Fin de siècle 23

Schlechte Filme fördern mieses Verhalten

Da hockten wir nun, Miguel und ich, mit Popcorn bewaffnet, Miguel zudem die Fernbedienung in der Hand. Wir würden gleich den Nonplusultrafilm sehen, den Film, den man gesehen haben musste, weshalb Miguel überhaupt nicht verstehen konnte, dass ich ihn bisher verschmäht hatte. Eine Komödie, nein, eine Satire. Ganz toll jedenfalls, und auch ganz wichtig, um … Weiterlesen Schlechte Filme fördern mieses Verhalten

Fin de siècle 22

Vom anderen Ende des Geländes hörten wir ein enormes Platschen gefolgt von lautem Lachen. Offensichtlich war einer der Gäste in den Pool gesprungen, gefallen, oder hineingeworfen worden. Ich wollte die Irritation nutzen, um mich zu entziehen. "Da scheint etwas passiert zu sein", meinte ich und wollte aufstehen. Sam hielt mich am Arm. So einfach entkäme … Weiterlesen Fin de siècle 22

Fin de siècle 21

Es trat eine Pause ein. Sam sah mich an. Er wartete offensichtlich auf eine Reaktion. Eine Entschuldigung vielleicht oder einen brüsken Wutausbruch eventuell. Ich konnte weder mit dem einen noch mit dem anderen dienen, denn ich wusste noch gar nicht, um was es hier ging. Religiöse Verfolgung? In Deutschland? Die einzigen religiösen Dauerbrenner, denen ich … Weiterlesen Fin de siècle 21

Erschöpfungzustände

Die Erzählungen, an die zu glauben wir bereit waren, haben ihre Kraft verloren. In ganzer Breite und Tiefe glauben wir nicht mehr an die Narrationen der Moderne. Nicht an die Erzählungen von Freiheit, von Selbstbestimmung und -entfaltung, nicht an die Erzählung von Demokratie, nicht an die Erzählung der Gleichheit vor dem Gesetz und an die … Weiterlesen Erschöpfungzustände

Fin de siècle 20

Wir wurden genötigt, auf einer Bank Platz zu nehmen. Sam habe viel über Deutschland und die Deutschen gehört, ließ er mich wissen. Vieles sei sehr interessant, einiges aber beunruhigend. Ich warf einen Blick hinüber zu Sebastian in der Hoffnung, von dort Aufklärung zu erhalten. Der zuckte lediglich mit den Schultern. Wir wussten beide nicht, in … Weiterlesen Fin de siècle 20

Fin de siècle 19

Wir hatten beschlossen, uns zu verabschieden. Je früher wir diese Hochzeitsfeier verließen, desto besser, denn es fing an, uns beide herunterzuziehen. Mich, weil mich die hier herrschende Mischung aus Gottesfurcht, Nationalismus und Drogenkonsum mehr als nur irritierte. Sebastian, weil sich bei ihm ein Riss auftat zwischen einem vertrauten Gefühl, das ihm fast so etwas wie … Weiterlesen Fin de siècle 19

Fin des siècle 18

Genau dies sei es, was ihn so besorgt hätte, meinte Sebastian, genau an dieses Leben wollte er nicht erinnert werden. "Das sind doch hier alles nur Halb-, Dreiviertel- und Volljunkies. Die haben lediglich mehr Geld, so dass man es nicht sofort merkt, wie bei den abgerissenen bei uns am Bahnhof. Leider wissen sie mit dem … Weiterlesen Fin des siècle 18

Fin de siècle 17

Nur zu gerne hätte ich die Tür geschlossen. Von außen. Allerdings ging alles viel schneller als gedacht. Andrew hatte offensichtlich schon alles vorbereitet. Folie, Feuerzeug und das Inahalationsröhrchen warteten in der Schublade seines Nachttisches auf ihre Verwendung. Andrew setzte sich auf das Bett. Und nachdem er das Heroin aus seiner Tasche genommen und eine ihm … Weiterlesen Fin de siècle 17

Fin de siècle 16

Kate wandte sich das Thema wechselnd an Sebastian. Ob wir denn schon mit ihrem besonderen Liebling Andrew gesprochen hätten, wollte sie von ihm wissen. Sebastian verneinte, was Kate zum Anlass nahm, Sebastian an ihre linke und mich an ihre rechte Hand zu nehmen. "Ich bringe euch zu ihm." Sie führte uns in Richtung Haupthaus. Susan … Weiterlesen Fin de siècle 16